NABU-Pressemitteilung 01.11.2026



Verkehr/Politik 
E-Lkw werden für Unternehmen noch attraktiver 
Jonack: Neue Regeln machen E-Lkw lukrativer – über 100.000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr bei einer Flotte von 20 Fahrzeugen

Berlin – Schwere Elektro-Lkw werden für Speditionen und andere Fahrzeughalter finanziell künftig noch attraktiver. Das Bundesumweltministerium (BMUKN) hat die neuen Schätzwerte für die Anrechnung von Strom aus batterieelektrischen Fahrzeugen in der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) veröffentlicht. Für schwere E-Lkw steigt die pauschal anrechenbare Strommenge ab 2027 um rund 64 Prozent. Zusammen mit einem höheren Anrechnungsfaktor kann sich der rechnerische Erlös auf rund 11.300 Euro pro Fahrzeug und Jahr erhöhen. 

Merlin Jonack, Projektleiter Dekarbonisierung schwerer Nutzfahrzeuge: „Die neuen Regeln machen den Umstieg auf E-Lkw für Speditionen und Co. noch attraktiver. Wer seine Flotte elektrifiziert, spart nicht nur CO₂, sondern auch Geld. Bei einer Flotte von 20 E-Lkw wären das – auf Basis heutiger Quotenpreise – mehr als 100.000 Euro zusätzliche Erlöse pro Jahr. Das hilft Unternehmen dabei, schneller auf emissionsfreie Lkw umzusteigen. Zugleich profitieren davon auch die europäischen Hersteller: Sie können mehr ihrer E-Lkw verkaufen und kommen so den EU-Klimazielen näher.“ 

Zu den Details: Für schwere E-Lkw der Fahrzeugklasse N3 steigt die pauschal anrechenbare Strommenge ab 2027 von bislang 33.400 auf 54.800 Kilowattstunden pro Fahrzeug und Jahr. Das entspricht einem Plus von rund 64 Prozent. Gleichzeitig erhöht sich der Anrechnungsfaktor für N3-Fahrzeuge von drei auf vier. Dadurch steigt die anrechenbare Strommenge rechnerisch um rund 119 Prozent. 

Wie stark Halter tatsächlich profitieren, hängt vom künftigen Preis der THG-Quote und den Konditionen der Vermarkter ab. Bei einem derzeitigen Auszahlungsangebot von rund 5.177 Euro pro schwerem E-Lkw ergäbe sich unter ansonsten unveränderten Bedingungen ab 2027 rechnerisch eine Auszahlung von rund 11.300 Euro jährlich. Für 20 Fahrzeuge entspräche dies gegenüber heute einem zusätzlichen Erlös von rund 123.000 Euro pro Jahr. Die tatsächliche Auszahlung 2027 kann aufgrund der Entwicklung des THG-Quotenmarktes davon abweichen. 

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